Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG – Bilanzverlust steigt weiter

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Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG

Jena

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und Lagebericht

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Grundlagen des Unternehmens und Wirtschaftsbericht

Strategie und Positionierung der DEWB

Die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG ist eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft, die ihren Investitionsfokus auf das Asset Management und Geschäftsmodelle legt, die entscheidend zur Digitalisierung dieses Wirtschaftszweiges beitragen. Durch die aktive Entwicklung ihrer Portfoliounternehmen während des Beteiligungszeitraums soll deren Wert gesteigert werden.

Die DEWB strebt bei ihren Zielunternehmen grundsätzlich eine Beteiligung von mindestens 25 Prozent an. Bei geringeren Beteiligungsquoten kann eine notwendige Einflussnahme auch durch die Vereinbarungen von Veto- und Kontrollrechten und der Wahrnehmung von Organfunktionen sichergestellt werden. Die Investitionsgrößen der DEWB liegen in der Regel zwischen einer und sieben Millionen Euro, können diese aber in Einzelfällen auch übersteigen. Wertentwicklungen können sowohl durch Beteiligungsverkäufe als auch über langfristige Ausschüttungsmodelle realisiert werden. Zurückfließende Mittel werden in neue Beteiligungen reinvestiert.

Durch Wachstum soll so eine Portfoliogröße erreicht werden, die die Marktposition des Unternehmens weiter stärkt und die Rendite auf das investierte Kapital mit einer optimierten Kostenstruktur und der verbesserten Risikodiversifikation durch eine höhere Anzahl von Beteiligungen steigert. Zudem wird durch eine Akzentuierung hin zu langfristigen Ausschüttungsmodellen eine Verstetigung der Mittelzuflüsse angestrebt.

Die DEWB hat in den letzten 20 Jahren über 380 Millionen Euro in 60 Unternehmen investiert und bei 48 Exits, darunter neun Börsengängen, mehr als 465 Millionen Euro realisiert. Von 2005 bis zu ihrem Verzicht im Rahmen der Neuausrichtung in 2018 war die DEWB als offene Unternehmensbeteiligungsgesellschaft gemäß § 16 Absatz 1 des Gesetzes für Unternehmensbeteiligungsgesellschaften (UBGG) anerkannt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch im Geschäftsjahr 2018 setzte sich am Beteiligungsmarkt die positive Stimmung des Vorjahres fort. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) investierten Beteiligungsgesellschaften 2018 rund 9,6 Milliarden Euro in Deutschland. Damit wurde der Wert des Rekordjahres 2017 von 11,3 Milliarden Euro zwar nicht mehr erreicht, jedoch lagen die Investitionen im historischen Vergleich weiter auf einem hohen Niveau. Der Grund für den Rückgang waren mit 6,7 Milliarden Euro geringere Investitionen im Buyout-Segment. Dies waren rund 20 Prozent weniger als im herausragenden Jahr 2017 mit 8,4 Milliarden Euro, die maßgeblich durch wenige große Transaktionen zustande kamen.

Weiterhin investitionsfreudig zeigten sich 2018 die Venture Capital-Gesellschaften. Nachdem bereits in den Jahren 2016 und 2017 mit 1,1 bzw. 1,3 Milliarden Euro die Milliarden-Grenze übertroffen werden konnte, setzt das abgelaufene Jahr diesen positiven Trend fort. Die Venture Capital-Investitionen stiegen auf 1,4 Milliarden Euro. Die rund 680 jungen, mit Venture Capital finanzierten Unternehmen machen damit erneut mehr als die Hälfte aller im letzten Jahr finanzierten Unternehmen aus. Dabei zeigt sich auch das anhaltende Interesse internationaler Investoren an deutschen Startups.

Besonders die deutschen FinTech-Unternehmen konnten laut einer Studie des Beratungshauses Barkow Consulting im vergangenen Jahr Rekord investitionen einwerben. Insgesamt erhielten diese Finanzierungen von rund 1,1 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 55 % gegenüber 2017 entspricht. Durch größere Einzelinvestments ging der Anstieg mit einem zehnprozentigen Rückgang der Zahl der finanzierten Unternehmen einher. Die größte Finanzierungsrunde mit 130 Millionen Euro konnte die Berliner Smartphone-Bank N26 für sich verbuchen und stellt damit einen Rekord für die deutsche FinTech-Branche auf, den sie im Jahresverlauf 2019 selbst wieder brechen sollte. Den starken Trend unterstreichend, wurde das meiste Venture-Capital 2018 in den letzten drei Monaten des Jahres vergeben: Insgesamt erhielten die FinTech-Unternehmen im vierten Quartal mit rund 353 Millionen Euro doppelt so viel wie noch im Vorjahreszeitraum.

Und dieser Trend hielt auch 2019 mit einem weiteren Rekordwert an. Im ersten Quartal 2019 erhielten deutsche FinTechs Finanzierungen über 686 Millionen Euro. Die Investitionssumme liegt damit bereits über der Hälfte des Gesamtjahresvolumens 2018. Herausragend auch diesmal N26 mit einer Finanzierungsrunde von 260 Millionen Euro, die damit zum wertvollsten Startup in Europa wurde. Auch in die Online-Autoversicherung FRIDAY, die Sparplattform Raisin und den Versicherungsberater wefox wurden Summen ab 100 Mio. Euro investiert. Diese Entwicklungen sprechen für eine zunehmende Reife der noch jungen FinTech-Branche nach der hohen Zahl von Neugründungen der Vorjahre. Investoren fokussieren dabei verstärkt auf reifere und bereits vom Markt angenommene Geschäftsmodelle. Frühphasige FinTechs haben es hier deutlich schwerer, Finanzierungen aufzubauen.

Portfolio

Beteiligungen (31. Dezember 2017: vier), deren Wertansatz 24,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 15,5 Millionen Euro) beträgt. Im Berichtsjahr investierte die DEWB 8,4 Millionen in das Portfolio. Diese entfielen im Wesentlichen auf die Neuakquisition Lloyd Fonds AG sowie auf die Beteiligungen Decimo, NOXXON und LemnaTec.

Im Rahmen einer strukturellen Neuordnung des Beteiligungsportfolios wurden die börsennotierten Beteiligungen Lloyd Fonds AG und NOXXON Pharma N.V. in die neu gegründete hundertprozentige Tochter DEWB Effecten GmbH übertragen. Die Übertragung erfolgte zu Marktwerten mit dem Ziel der marktnäheren Abbildung der börsennotierten Beteiligungen in der Bilanz der DEWB. Im Zuge der Transaktion wurde der Buchwert des gesamten Beteiligungsportfolios überprüft und adjustiert. Aus der Umstrukturierung wurde im Saldo ein bilanzieller, nicht liquiditätswirksamer Ergebniseffekt in Höhe von 0,2 Millionen Euro erzielt.

Nachfolgende Darstellung zeigt die Beteiligungen der DEWB. Im Segment Digital Finance werden die Beteiligungen geführt, die im neuen Investitionsfokus liegen. Für die Beteiligungen unter Sonstige sucht DEWB mittelfristig wertoptimierte Exits, deren Rückflüsse im neuen Fokus reinvestiert werden sollen.

Beteiligungen der DEWB zum 31. Dezember 2018

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Anteil
in Prozent
Digital Finance
Lloyd Fonds AG * 28,6
Decimo GmbH 22,9
Sonstige
MueTec GmbH 92,0
LemnaTec GmbH 49,7
Nanotron Technologies Ltd. 20,7
NOXXON Pharma N.V. * 3,3

* gehalten über DEWB Effecten GmbH

Akquisition der Lloyd Fonds AG

Im März 2018 hat die DEWB im Zuge ihrer Neuausrichtung 25,6 Prozent der Aktien an der Lloyd Fonds AG vom US-amerikanischen Investmentfonds ACP Fund V LLC erworben. Weitere von ACP gehaltene 24,3 Prozent übernahmen von SPSW Capital verwaltete Investmentfonds. Die Finanzierung der Akquisition durch DEWB erfolgte unter anderem über ein Akquisitionsdarlehen von vier Millionen Euro.

Der im Scale der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Asset Manager Lloyd Fonds AG ist seit mehr als 20 Jahren am Markt aktiv und verfügt damit über eine etablierte Marke. In dieser Zeit hat das Fondshaus über einhundert Sachwertinvestments im Bereich Schiffe, Immobilien, Flugzeuge, Private Equity, britische Kapitallebensversicherungen und Erneuerbare Energien umgesetzt. Über geschlossene Fonds hat die Lloyd Fonds bisher ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund fünf Milliarden Euro für über 54.000 Anleger strukturiert.

Um der veränderten Marktnachfrage Rechnung zu tragen, hat die Lloyd Fonds eine Neuausrichtung beschlossen und entwickelt sich im Rahmen ihrer „Strategie 2019+“ vom Anbieter geschlossener Fonds-Strukturen zu einem börsennotierten, bankenunabhängigen Vermögensverwalter für liquide Investments und offene Publikumsfonds. Neben dem Aufbau eigener Publikumsfonds mit eigenem Asset Management und individueller, direkter Vermögensverwaltung setzt Lloyd dabei auf innovative digitale Technologien zur Fondsallokation, darunter ein digitaler Portfolio-Algorithmus. Ziel der Lloyd Fonds AG ist es, sich damit mittelfristig unter den führenden Vermögensverwaltern in Deutschland zu etablieren.

Im Zuge der Neuausrichtung hat Lloyd im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. Zur Verstärkung des Managements wurde der Vorstand um einen vertriebserfahrenen Finanzmarkt-Experten erweitert. Als dritter Vorstand wurde der bisherige DEKA-Geschäftsführer Michael Schmidt als Chief Investment Officer (CIO) verpflichtet, der zum 1. April 2019 die Verantwortung für das operative Asset-Management übernahm. Zur Stärkung der Kapitalausstattung und Finanzierung der Neuausrichtung führte die Lloyd Fonds im Juni 2018 eine zehnprozentige Kapitalerhöhung zu 4,20 Euro je Aktie durch und erzielte dabei einen Emissionserlös von 3,8 Millionen Euro. Die DEWB beteiligte sich hieran über pro rata und baute so ihren Anteil auf 28,4 Prozent aus. Mit der Gewinnung von drei Aktien- und Rentenspezialisten für ihre neue Fondslinie baute Lloyd im weiteren Jahresverlauf ihre Kompetenz im Fondsmanagement aus. Das Team mit erfolgreichem Track Record bei namhaften Vermögensverwaltern, wie beispielsweise DJE Capital, hat zum Jahresstart 2019 begonnen, einen Teil der eigenen aktiv gemanagten Publikumsfondslinie, bestehend aus Aktien-, Misch- und Rentenfonds aufzubauen. Das Team agiert vom neuen Vertriebsstandort für die DACH-Region in München. Der Marktstart der ersten vier Publikumsfonds erfolgte zum 1. April 2019.

Weiterer wichtiger Meilenstein war die erste Akquisition eines Vermögensverwalters im Dezember 2018. Im Wege einer gemischten Sacheinlage wird Lloyd – vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden – die Hamburger Lange Assets & Consulting GmbH mit einem verwalteten Vermögen von 350 Millionen Euro übernehmen. Lange Assets wurde 2005 von den Hamburger Kaufleuten Axel Sven Springer, John Jahr, Oliver Heine und dem geschäftsführenden Gesellschafter Thomas Lange gegründet. Neben der Vermögensverwaltung für private und institutionelle Kunden zählt auch die Fondsberatung eines geldmarktnahen Publikumsfonds zu ihren Geschäftsfeldern. Lloyd plant, unter anderem auch durch weitere Akquisitionen, das verwaltete Vermögen mittelfristig auf über fünf Milliarden Euro zu steigern.

Die Beteiligung an der Lloyd Fonds stellt in der neuen strategischen Ausrichtung der DEWB ein Kerninvestment dar. Die DEWB will die Entwicklung der Lloyd Fonds langfristig begleiten und plant, an künftigen Ausschüttungen über Dividenden zu partizipieren.

Entwicklung der Beteiligungen

Das FinTech-Unternehmen Decimo konnte sein Factoring-Geschäft im Berichtsjahr weiter deutlich ausbauen. Mit einer innovativen, hoch skalierbaren Online-Plattform kann das Berliner Startup Freiberuflern und Kleinunternehmen echtes Factoring erstmals wirtschaftlich anbieten. Die Automatisierung des gesamten Abwicklungsprozesses bildet die Grundlage für eine schnelle Abwicklung innerhalb weniger Stunden. Im Geschäftsjahr 2018 wurden bereits über 70.000 Rechnungen durch Kunden eingereicht. Diese entspricht im Vorjahresvergleich einem Anstieg von 70 Prozent. Der davon finanzierte Anteil stieg überproportional. Das Gesamtrechnungsvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag verdoppelt. Mit dem Launch der neuen Plattform Rechung.de im September 2018 konnte das finanzierte Rechnungsvolumen von Monat zu Monat um 30 Prozent gesteigert werden. Auf Rechung.de bietet Decimo in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern Services rund um die Rechnung für Gewerbetreibende, Freiberufler und Unternehmer an. Neben der Rechnungserstellung mit einem kostenlosen Generator stehen beispielsweise Lösungen zur Vorfinanzierung inklusive Ausfallschutz (Factoring), für das Inkasso und eine Rechnungsverwaltung zur Verfügung. Mittels API können Kunden mit großem Rechnungsaufkommen ihre Rechnungen zudem über eine Schnittstelle vollautomatisch einliefern und so die Zeit im Factoring-Prozess bis zur Auszahlung noch einmal deutlich reduzieren.

Parallel zum Ausbau des Geschäfts arbeitete Decimo erfolgreich an der Optimierung der Software. So konnte trotz einer deutlichen Steigerung der finanzierten Rechnungen die Ausfallrate als eine der entscheidenden Kennzahlen im Factoring bereits auf niedrigem Niveau weiter reduziert werden.

Zur Beschleunigung des Wachstums hat Decimo im Mai 2018 eine Finanzierungsrunde durchgeführt. Mit dem eCommerce-Pionier Stephan Schambach beteiligte sich ein weiterer prominenter Investor, der als Serien-Gründer Unternehmen wie Intershop, Demandware und NewStore zu internationalem Erfolg führte. Durch weitere Mittel unter anderem von Targo Commercial Finance, HypoVereinsbank und der Berliner Volksbank sicherte sich Decimo insgesamt zwölf Millionen Euro für den Ausbau des Geschäfts. Auch DEWB hat sich an der Finanzierungsrunde beteiligt und ihren Anteil auf 22,9 Prozent erhöht. DEWB ist damit größter Anteilseigner der Decimo.

Ziel für das laufende Geschäftsjahr ist der weitere Ausbau des finanzierten Volumens. Hierfür will Decimo noch stärker mit Plattformpartnern und Vertriebsmultiplikatoren zusammenarbeiten. So konnte Decimo beispielsweise eine Kooperationsvereinbarung mit der AXA-Gruppe schließen, in der AXA ihren Firmenkunden künftig die digitalen Factoringlösung von Decimo exklusiv anbietet. Zudem sollen strategische Partnerschaften evaluiert werden.

Nach einem starken Vorjahr war auch MueTec im Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatzplus von 20 Prozent weiter auf Wachstumskurs. Dabei profitierte der Münchner Halbleiterausrüster von seinen Zukunftsinvestitionen in die Produktentwicklung der letzten Jahre. Mit der ersten Neuentwicklung für die Makrodefektinspektion, MT1000, einer kostengünstigen Vollsystemlösung mit Waferhandling, optischer Datenakquisition sowie automatisierter Analyse und Auswertung hat MueTec ein Produkt in den Markt gebracht, das standardisiert von Kunden auch in höheren Stückzahlen nachgefragt werden kann. Nach der erfolgreichen Einführung bei einem Leadkunden, erhielt MueTec erste Folgeaufträge. Laufende sowie angefragte Kundenevaluierungen lassen für das laufende Jahre ein hohes Marktinteresse erwarten. Zusätzlich hat MueTec zwei weitere Neuentwicklungen erfolgreich im Markt platziert. Mit dem Einstieg in die 300mm-Wafer-Technologie wurde erstmals ein System der neuen Plattform bei einem Top-Tier Kunden der Halbleiterfertigung eingeführt. Auch hier konnte MueTec bereits erste Folgeaufträge vermelden. Mit einem ebenfalls neu umgesetzten Cluster-Konzept, das mehr als nur eine Messstelle pro System ermöglicht, kann MueTec künftig noch anspruchsvollere Kundenanforderungen bedienen. Der modulare Aufbau der Inspektionssysteme ermöglicht eine kostengünstige und flexible Kombination unterschiedlicher Messaufgaben in einem Gerät. Damit wird dem hohen Anspruch der Halbleiterhersteller an einen minimalen Footprint der Systeme in ihren Produktionsanlagen Rechnung getragen, was insbesondere auch die Nachrüstung bestehender Fabriken erleichtert.

Trotz einer für 2019 erwarteten Abkühlung der Halbleiterkonjunktur blickt MueTec zuversichtlich in das laufende Geschäftsjahr und plant mit gut gefüllten Auftragsbüchern und einer umfangreichen Auftragspipeline den starken Wachstumstrend fortzusetzen.

Die Entwicklung des AgTech-Unternehmens LemnaTec blieb auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hinter den Erwartungen zurück. Anhaltende Verzögerungen bei der Vergabe internationaler Großprojekte führten zu einer Halbierung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Wegen der bei Großprojekten inhärent hohen Einzelrisiken fokussierte das Unternehmen sein Produktportfolio. Neben der Abarbeitung laufender Projekte für Großanlagen, die grundsätzlich mehrere Millionen Euro teure Sonderprojekte mit langen Vorlaufzeiten und projekttypischen Planungsunsicherheiten sind, konzentriert sich LemnaTec wieder verstärkt auf den Markt für Laborgeräte. Der Wandel vom überwiegend projektorientierten Unternehmen zu einem stärkeren Produktunternehmen soll zu einer besseren Planbarkeit und Verstetigung des Geschäfts führen. Mit einer zusätzlichen stärkeren Fokussierung auf kommerzielle Kunden, soll die Abhängigkeit von Forschungseinrichtungen und deren Budgetzyklen sowie langen Entscheidungszeiten reduziert werden. Damit wird sich LemnaTec künftig wieder auf das eigentliche Kern-Knowhow in Sensorik und Software konzentrieren. Der Verzicht der Stellung als Gesamtanbieter von Großanlagen wird tendenziell zu geringeren Umsätzen führen, jedoch mit einer deutlichen Margenverbesserung einhergehen. Die Strategieanpassungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keine positiven Impulse für das Geschäft liefern. Unter neuem Management und mit einem bereits oberhalb des Umsatzniveaus 2018 liegenden Auftragsbestand geht LemnaTec für 2019 wieder von einem deutlichen Umsatzwachstum aus.

Aufgrund der verhaltenen Entwicklung 2018 war eine weitere externe Finanzierung der LemnaTec notwendig. Neben den Gesellschaftern Anterra und DEWB beteiligten sich der Beiratsvorsitzende Sven Holmlund und weitere Business Angels an einer Wandelanleihe der LemnaTec. Mit Vollzug der Wandlung, die zum Berichtsstichtag noch nicht im Handelsregister eingetragen war, wird sich die Beteiligungsquote der DEWB leicht auf 47,5 Prozent reduzieren. Infolge der Entwicklung der LemnaTec wurde im Jahresverlauf eine Anpassung des Beteiligungsbuchwerts vorgenommen.

NOXXON Pharma hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erste Daten aus der gemeinsam mit Merck & Co. (MSD) durchgeführten Kombinationsstudie mit NOX-A12 plus Immuntherapie bei Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs veröffentlicht. Nachdem die Daten aus dem ersten Studienabschnitt bereits die Wirkung von NOX-A12 auf die Tumormikroumgebung belegten, zeigten die Ergebnisse des zweiten Studienabschnittes in der Kombination mit Mercks Präparat Keytruda die Stabilisierung der Erkrankung und verlängerte Behandlungsdauer im Vergleich zur Vortherapie bei intensiv vorbehandelten Patienten und damit einen klinischen Nutzen.

Die gezielte Einwirkung auf die Tumormikroumgebung ist ein wichtiger Ansatz zur Behandlung von Krebs, da sie in allen Bereichen der Krebsbiologie eine entscheidende Rolle spielt und somit ein ideales Ziel für die Entwicklung neuer Krebstherapien ist. Ein weiterer besonderer Aspekt des Ansatzes liegt darin, dass er konzipiert wurde, um andere Krebsbehandlungen zu ergänzen und nicht mit ihnen zu konkurrieren.

Für die weitere Finanzierung hat NOXXON im Jahresverlauf 2018 eine Finanzierungsrunde über 6,2 Millionen Euro geschlossen. Angeführt wurde diese vom US-amerikanischen Family Office Acuitas Capital, das einen Anteil von 5,0 Millionen US-Dollar übernahmen. Mit der Finanzierung wurde dem bisherigen Finanzierungspartner Yorkville die Möglichkeit genommen, ohne Zustimmung der NOXXON weitere Wandelanleihe zu zeichnen und damit die Aktionäre vor weiterer Verwässerung durch Yorkville geschützt. DEWB beteiligte sich an dieser Runde durch Wandlung einer im Juni 2018 gemeinsam mit weiteren externen Kapitalmarktinvestoren gezeichneten Wandelschuldverschreibung in Höhe von 100 Tausend Euro. In Folge von Wandlungen von Yorkville gehaltenen Anleihen und der Finanzierungsrunde reduzierte sich der Anteil der DEWB an NOXXON auf 3,3%.

Mit Sicherung der Finanzierung konnte NOXXON mit den Vorbereitungen zur Untersuchung der Kombination von NOX-A12 und Strahlentherapie bei Hirntumoren starten. Die Adressierung solider Tumoren hat das Potential zur breiten Anwendung in der Krebstherapie. Mangels ausreichender Therapiemöglichkeiten besteht ein hohes Interesse der Kliniker, NOX-A12 und Strahlentherapie in Kombination für die Behandlung von seltenen Hirntumoren zu erproben. Neben dem bestehenden Orphan Drug-Status für die Behandlung von Hirntumoren könnte NOXXON einen sogenannten Priority Review Voucher für einen schnelle Zulassung von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA erhalten.

Trotz der klinischen Fortschritte mit vielversprechenden Ergebnissen und zweier positiver Analystenstudien zur NOXXON-Aktie führten die zurückliegenden Finanzierungsmaßnahmen bei stark gestiegenen Handelsumsätzen zu einem deutlichen Kursrückgang.

Liquidation der Nanotron Technologies Limited

Nach Eingang aller Kaufpreistranchen aus dem Exit der Nanotron Technologies GmbH wurde die Liquidation der ehemaligen Holding Nanotron Technologies Limited eingeleitet. Der Beteiligungsbuchwert wurde mit Kaufpreiseingang auf einen geringen noch zu erwartenden Liquidationserlös angepasst. Auch auf rund 725 Tausend Aktien der Sensera, die als Kaufpreisanteil gezahlt wurden, musste aufgrund eines Aktienkursrückgang 2018 eine Wertanpassung vorgenommen werden. Die Aktien unterliegen bis September 2020 Verkaufsbeschränkungen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte DEWB sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 11,7 Millionen Euro (2017: 1,4 Millionen Euro). Diese entfielen mit 11,6 Millionen Euro auf die Realisierung eines zwischenzeitlichen Wertzuwachses bei der Einbringung der Aktien der Lloyd Fonds AG in die DEWB Effecten GmbH. Zudem wurden Zinserträge aus Ausleihungen an Beteiligungen des Anlagevermögens von rund 0,1 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahr standen die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Exit der Nanotron Technologies GmbH und dem Handel mit eigener Anleihe. Der Personalaufwand lag 2018 mit 0,4 Millionen Euro leicht über Vorjahresniveau (2017: 0,3 Millionen Euro). Sonstige betriebliche Aufwendungen fielen in Höhe von 6,9 Millionen Euro an (2017: 0,4 Millionen Euro). Neben den operativen Aufwendungen von 0,5 Millionen Euro realisierte DEWB mit der Einbringung der NOXXON Pharma AG in die DEWB Effecten GmbH einen Verlust von 4,7 Millionen Euro. Zusätzlich erfolgten Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Beteiligungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Im Vorjahr betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 0,4 Millionen Euro.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beläuft sich 2018 damit auf 4,4 Millionen Euro (2017: 0,7 Millionen Euro). Das Finanzergebnis beträgt -5,9 Millionen Euro und ist belastet durch Wertberichtigungen auf das Beteiligungsportfolio in Höhe von 5,2 Millionen Euro. Die Zinsaufwendungen lagen mit 0,9 Millionen Euro rund 0,2 Millionen Euro über dem Vorjahr (2017: 0,7 Millionen Euro). Davon entfielen 0,6 Millionen Euro auf Anleihezinsen sowie 0,1 Millionen Euro auf Platzierungsaufwand der Anleihe 2019/2023 und 0,1 Millionen Euro auf Zinsen für ein Akquisitionsdarlehen. Weitere 0,1 Millionen Euro fielen als Aufwand aus der Abzinsung einer Pensionsrückstellung an. Erträge aus Beteiligung von 0,1 Millionen Euro resultierten aus der Vorabausschüttung des erwarteten Liquidationserlös der Nanotron Technologies Ltd.

Das Nachsteuerergebnis 2018 beträgt-1,5 Millionen Euro (2017:0,1 Millionen Euro). Dies entspricht bezogen auf 16.750.000 ausgegebene Aktien einem Ergebnis je Aktie von -0,09 Euro (2017: 0,01 Euro).

Liquiditätslage

Der operative Cashflow belief sich 2018 auf -10,6 Millionen Euro, nach -1,7 Millionen Euro im Vorjahr. Auszahlungen für Investitionen in das Portfolio von 8,4 Millionen Euro (2017: 0,6 Millionen Euro) stand ein Kaufpreiszufluss aus dem Exit der Nanotron GmbH in 2017 von 0,8 Millionen Euro (2017: 23 Tausend Euro) gegenüber. Auszahlungen für Darlehen an Beteiligungen erfolgten im Saldo über 0,9 Millionen Euro. Zusätzlich fielen Auszahlungen für Strukturkosten von 0,9 Millionen Euro und Zinsen von 1,1 Millionen Euro an (2017: 1,3 Millionen Euro).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit, der nicht das Beteiligungsgeschäft betrifft, war im Geschäftsjahr ausgeglichen. Im Vorjahr flossen der DEWB 2,4 Millionen Euro er aus der Veräußerung eigener Anleihe zu.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 2018 7,5 Millionen Euro. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und dem Ausbau der Investitionsfonds wurde das Grundkapital der DEWB im Mai 2018 von 15.230.000 Euro durch Ausgabe von 1.520.000 neuen Aktien zum Preis von 1,50 Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts auf 16.750.000 Euro erhöht. Dabei wurde ein Emissionserlös von 2,3 Millionen Euro erzielt. Zudem hat die DEWB ihre 6,0%-Anleihe 2014/2019 über zehn Millionen Euro vorzeitig abgelöst. Die Refinanzierung erfolgte durch die Emission einer neuen fünfjährigen Unternehmensanleihe mit einem Kupon von 4,0% p.a. bei quartärlicher Zinszahlung und einem Gesamtvolumen von bis zu 15 Millionen Euro (Anleihe 2018/2023). Im Rahmen eines Umtauschangebots wurden zunächst 5,2 Millionen Euro der Neuemission von bestehenden Anleiheinhabern gezeichnet. Weitere Teilschuldverschreibungen bis zu einem vorläufigen Emissionsvolumen von 11,3 Millionen Euro wurden in einer anschließenden Privatplatzierung bei ausgewählten qualifizierten institutionellen Investoren platziert. Die nach Umtausch noch ausstehenden Anleihe 2014/2019 wurde am 10. September 2018 zurückgezahlt. Der bisher nicht platzierte Teil der neuen Anleihe steht als flexible Finanzierungsfacilität zur Verfügung und kann bei Bedarf ausgegeben werden. Zur Zinsoptimierung nutzt DEWB zum 31. Dezember 2018 alternativ ein Bankdarlehen über 4,0 Millionen Euro aus einer bestehenden Finanzierungslinie über insgesamt 6,0 Millionen Euro zu einem Zins von 3,65% p.a. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 2018 im Saldo 7,5 Millionen Euro.

Zum 31. Dezember 2018 verfügt die DEWB über liquide Mittel von 2,2 Millionen Euro (2017: 5,2 Millionen Euro), eine nicht genutzte Kreditlinie von 2,0 Millionen Euro sowie zusätzlich platzierbare Anleihe von 3,7 Millionen Euro.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2018 beträgt 27,3 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 21,7 Millionen Euro). Die Beteiligungen des Anlagevermögens erhöhten sich in Folge von Investitionen auf 23,9 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 15,5 Millionen Euro). Forderungen gegen Beteiligungen von 1,1 Millionen entfallen auf kurzfristige Darlehen und Zinsforderungen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung wurden mit Eingang ausstehender Kaufpreiszahlungen aus dem Exit der Nanotron im Jahresverlauf vollständig abgebaut (31. Dezember 2017: 0,8 Millionen Euro). Durch die Wandlung von Zinsforderungen gegen Beteiligungen wurden auch die sonstige Vermögensgegenstände nahezu vollständig abgebaut (31. Dezember 2017: 0,1 Millionen Euro). Die Barmittel zum 31. Dezember 2018 betragen 2,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 5,2 Millionen Euro).

Die Verbindlichkeiten stiegen zum 31. Dezember 2018 auf 15,4 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 10,5 Millionen Euro). Davon entfallen 11,3 Millionen Euro auf die neu begebene Unternehmensanleihe 2019/2023 mit der die Altanleihe 2014/2019 über 10,0 Millionen Euro vorzeitig refinanziert wurde. Weitere 4,0 Millionen Euro entfallen auf ein Bankdarlehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten, die zum 31. Dezember 2017 mit 0,4 Millionen Euro im Wesentlichen für die Altanleihe aufgelaufene Zinsverbindlichkeiten enthielten, wurden mit Tilgung nahezu vollständig abgebaut. Die Rückstellungen liegen mit 0,9 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Das Eigenkapital stieg infolge der Kapitalerhöhung leicht auf 11,0 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 10,2 Millionen Euro). Bezogen auf nunmehr 16,75 Millionen ausgegebene Aktien beträgt das Eigenkapital je Aktie 0,66 Euro (31. Dezember 2017: 0,67 Euro). Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 40,4 Prozent (31. Dezember 2017: 47,4Prozent).

Nachtragsbericht

Nach dem Berichtsstichtag gab es keine berichtspflichtigen Vorkommnisse.

Prognosebericht

Eine genaue Umsatz- und Ergebnisprognose für einzelne Geschäftsjahre der DEWB ist aufgrund der Komplexität von Unternehmenstransaktionen sowie der Abhängigkeit von diversen Ereignissen und Entwicklungen im Beteiligungsgeschäft sehr schwierig. Insbesondere die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Marktgegebenheiten, die einen wesentlichen Einflussfaktor in Bezug auf etwaige Ausschüttungen und erfolgreiche Beteiligungsverkäufe darstellen, erschwert konkrete verlässliche Aussagen über die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren. Grundsätzlich ist in Jahren, in denen keine Zuflüsse realisiert werden können, ein negatives Ergebnis zu erwarten. Sofern sich Verkäufe realisieren lassen, ist ein signifikanter Ergebnisbeitrag möglich.

Eine Verstetigung von Zuflüssen und Erträgen soll künftig durch die Beteiligungen an der Lloyd Fonds AG erreicht werden. Bei erfolgreicher Neuausrichtung und Umsetzung der Wachstumsstrategie 2019+ verfügt DEWB über einen potenziell starken Dividendenwert im Portfolio, mit dessen Ausschüttungen sich künftig stabile Erträge erwirtschaften lassen und auch in Jahren ohne Exits positive Ergebnisse erzielt werden können.

Das Beteiligungsportfolio der DEWB zählt derzeit drei Unternehmen außerhalb des neuen Fokus Digital Finance. Diese Beteiligungen sollen mittelfristig wertoptimiert veräußert werden. Hierfür werden verschiedene Exit-Optionen aufgebaut und sofern wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt. Rückflüsse sollen im Rahmen der neuen Strategie investiert werden.

Chancen- und Risikobericht

Konjunkturelle und branchenspezifische Chancen und Risiken

Die DEWB ist als Beteiligungsgesellschaft abhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte. Diese beeinflussen die Finanzierung sowie Unternehmenstransaktionen der Gesellschaft in erheblichem Maße. Der wirtschaftliche Erfolg der DEWB wird zudem stark durch ihre Beteiligungen beeinflusst, deren Entwicklung wiederum abhängig von unterschiedlichen branchenspezifischen Marktfaktoren ist. Die Ertrags- und Finanzlage der Portfoliounternehmen bestimmt die Entwicklung ihrer Unternehmenswerte und Liquiditätssituation. Dies wirkt sich zum einen über den Ausschüttungsverlauf der Unternehmen als auch im Fall eines Exits über den Veräußerungserlös auf die Vermögenslage der DEWB aus.

Starke Schwankungen und Verwerfungen an den Kapitalmärkten können wesentliche negative Folgen auf die Möglichkeit der DEWB haben, Exittransaktionen durchzuführen. Unternehmensverkäufe sind nach wie vor die wichtigste Quelle für Cashflows der DEWB, auch wenn mit der Beteiligung an der Lloyd Fonds AG ein perspektivisch ausschüttungsfähiges Geschäftsmodell erworben wurde. Ebenso können Belastungen der Kapitalmärkte das Zustandekommen von Finanzierungsrunden für Beteiligungsunternehmen erschweren. Es ist typisch für Wagniskapitalfinanzierte Unternehmen, bis zum Erreichen der Profitabilität mehrere Finanzierungsrunden abzuschließen. Das Ausfallen solch einer Finanzierungsrunde kann zur Insolvenz des betreffenden Unternehmens und damit zu einem Totalverlust bei der DEWB führen. Mit liquiden Mitteln von 2,2 Millionen Euro zum 31. Dezember 2018, einer nicht in Anspruch genommenen Kreditlinie von 2,0 Millionen Euro sowie zusätzlich platzierbarer Anleihe von 3,7 Millionen Euro ist die DEWB solide finanziert, um eventuell auftretenden Marktverwerfungen zu begegnen. Aus fallenden Unternehmensbewertungen infolge eines möglichen wirtschaftlichen Abschwungs können sich mit der verfügbaren Liquidität aber auch attraktive Investitionschancen bieten.

Spezielle Chancen und Risiken im Beteiligungsgeschäft

Diskontinuität bei Umsatz, Ergebnis und Zahlungsströmen. Mit der für das Beteiligungsgeschäft charakteristischen Diskontinuität von Kauf- und Verkaufstransaktionen können bei der DEWB starke Schwankungen bei Erträgen, Ergebnis und Zahlungsströmen auftreten. Die Haltedauer von Beteiligungen beträgt in der Regel mehrere Jahre. Beteiligungserträge werden erst bei einem Verkauf oder Ausschüttungen generiert. Die mit einem Exit zusammenhängenden Transaktionen sind oft komplex und zeitlich nicht präzise planbar. Zudem können aufgrund der überschaubaren Anzahl von Beteiligungen im Portfolio der DEWB keine regelmäßigen Verkäufe realisiert werden. Daher können ertragsstarke Jahre mit ertragsschwachen Jahren wechseln. Der daraus resultierenden Unsicherheit bei der Prognose von Liquiditätszuflüssen wird mit einer ausreichenden Liquiditätsreserve begegnet. Eine teilweise Verstetigung von Zuflüssen und Erträgen soll künftig mit der Beteiligung an der Lloyd Fonds AG mit einem ausschüttungsfähigen Geschäftsmodell erreicht werden.

Abhängigkeit vom Erfolg der Beteiligungsunternehmen. Risiken bestehen für die DEWB insbesondere im Misserfolg von Geschäftsmodellen der Beteiligungsunternehmen. Sofern die zum Zeitpunkt der Investition angestrebten Umsatz- und Ertragsziele der Unternehmen nicht erreicht werden, kann der Veräußerungserlös beim Exit unter den Anschaffungskosten liegen und ein bei der Investition langfristig erwarteter Ausschüttungsverlauf hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Höhe des Veräußerungserlöses unterliegt zudem Marktschwankungen, die unter anderem aus Änderungen der Risikobereitschaft von Kapitalmarktteilnehmern und des Zinsniveaus resultieren. Im Falle der Insolvenz von Beteiligungsunternehmen ist auch mit einem Totalverlust der Investition zu rechnen.

Prognoserisiko bei der Bewertung. Risiken aus Technologie, Marktchancen und Liquiditätslage der Beteiligungen sowie Änderungen der aktuellen Marktbewertungen werden bei den kontinuierlichen Überprüfungen der Bewertungsansätze berücksichtigt. Dabei erkennbare Verlustrisiken werden durch Wertberichtigungen abgebildet. Chancen ergeben sich durch positive Entwicklungen, die zu einem Exiterlös der Beteiligungen über dem Buchwert führen können. Die dabei zugrundeliegenden Annahmen beruhen auf Schätzungen sowohl hinsichtlich der Geschäftsentwicklung der Beteiligungen als auch der erzielbaren Bewertungen beim Anteilsverkauf. Bei diesen Annahmen handelt es sich um die Hauptquellen für Schätzunsicherheiten, aus denen sich das Risiko einer Anpassung der Bewertung von Vermögenswerten in der Zukunft ergeben kann. Es ist nicht auszuschließen, dass die Entwicklung einzelner Beteiligungen hinter den getroffenen Annahmen zurückbleibt oder der Veräußerungserlös nicht die erwartete Höhe erreicht. Die zugrundeliegenden Annahmen können aber auch zu pessimistisch sein, womit die Chance eines über den Erwartungen liegenden Veräußerungserlöses besteht. In Einzelfällen kann somit der Buchwert zu hoch oder zu niedrig angesetzt sein. Eine methodische Quantifizierung dieses Risikos kann wegen des Fehlens eines aktiven liquiden Marktes für die nicht börsennotierten Beteiligungen nicht erfolgen.

Risikodiversifikation im Portfolio. Weitere Chancen und Risiken können sich aus der Konzentration des Portfolios auf wenige Beteiligungen ergeben. Das Geschäftsmodell der DEWB ist die Beteiligung an Wachstumsunternehmen. Der damit verbundenen Chance, mit der Wertentwicklung der Beteiligungen hohe Gewinne zu erzielen, steht das Risiko gegenüber, bei einem eventuell anstehenden Verkauf weniger als den investierten Betrag zu erhalten. Die DEWB investiert in der Regel nicht mehr als sieben Millionen Euro in eine einzelne Beteiligung.

Finanzierungsrisiken bei den Beteiligungsunternehmen. Unternehmen im Portfolio der DEWB sind unter Umständen auf zukünftige Folgefinanzierungsrunden angewiesen. Da sich Private Equity-Finanzierungen in der Regel am Bewertungsniveau der Kapitalmärkte orientieren, besteht das Risiko, entsprechende Finanzierungsrunden zum Zeitpunkt des Investitionsbedarfs nicht oder nur auf Basis deutlich schlechterer Bewertungen abschließen zu können. Dies könnte durch den daraus resultierenden Anpassungsbedarf des Buchwertes der Beteiligung direkten Einfluss auf das Vermögen der DEWB haben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Außerhalb des Beteiligungsgeschäfts bestehen für Finanzinstrumente Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken aus der Änderung von Zinssätzen und Wechselkursen.

Ausfallrisiken. Um Ausfallrisiken vorzubeugen, wird die Bonität von Schuldnern regelmäßig vor und nach dem Abschluss von Verträgen überprüft. Gegebenenfalls werden in angemessenem Umfang Sicherheiten eingeholt, um die Risiken aus der Nichterfüllung von Forderungen zu mindern. Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2018 Forderungen gegen Beteiligungen aus Darlehen von insgesamt1,6 Millionen Euro. Darüber hinaus besteht ein grundsätzliches Ausfallrisiko für Banken, bei denen liquide Mittel angelegt sind.

Liquiditätsrisiken. Zur Steuerung von Liquiditätsrisiken werden angemessene Rücklagen vorgehalten. Prognostizierte und tatsächliche Liquiditätsströme werden kontinuierlich überwacht. Aufgrund der unregelmäßigen und zeitlich schwer prognostizierbaren Rückflüsse aus Beteiligungsverkäufen achtet die Gesellschaft auf ausreichende Liquiditätsreserven. Die DEWB verfügte zum Bilanzstichtag über liquide Mittel von 2,2 Millionen Euro, eine freie Finanzierungslinie über 2,0 Millionen Euro sowie zusätzlich platzierbare Anleihe von 3,7 Millionen Euro und ist in der Lage, ihren kurz- und mittelfristigen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Seitens der DEWB bestehen zum 31. Dezember 2018 keine Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungszusagen gegenüber Beteiligungen. Die DEWB hält dennoch in einem begrenzten Umfang Reserven für außerplanmäßigen Nachfinanzierungsbedarf im Portfolio vor.

Zinsrisiken. Zinsänderungsrisiken können sich aus der Anlage des Liquiditätsbestandes sowie gegebenenfalls aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten ergeben. Die Gesellschaft überprüft regelmäßig, ob der Abschluss von Zinssicherungsgeschäften zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos geboten ist. Zum 31. Dezember 2018 bestehen bei der DEWB Anleiheverbindlichkeiten von 11,3 Millionen Euro, die mit 4,0 Prozent p.a. verzinst werden. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut von 4,0 Millionen Euro, die mit 3,65 Prozent p.a. verzinst werden. Es bestehen keine offenen Zinssicherungsgeschäfte.

Währungsrisiken. Die DEWB wickelt ihre Zahlungen überwiegend in Euro ab. Fremdwährungsrisiken können sich jedoch aus Forderungen und Verpflichtungen zu Zahlungen außerhalb des Euroraums ergeben. Für diesen Fall prüft die DEWB regelmäßig die Sicherung über Devisentermingeschäfte. Zum 31. Dezember 2018 bestehen keine Forderungen, Verbindlichkeiten oder Liquidität in Fremdwährung.

Rechtliche Chancen und Risiken

Aus dem Geschäftsmodell resultierend, führt die DEWB regelmäßig Aktiv- und Passivprozesse, aus denen sich Chancen ergeben aber auch Risiken für die Zukunft nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

Die DEWB ist derzeit nicht Partei eines Rechtsstreits. Im Verfahren vor dem Landgericht München zwischen einem ehemaligen Gesellschafter der JenaBatteries GmbH und dem Käufer seiner sowie der zuvor durch DEWB gehaltenen Anteile an JenaBatteries GmbH, in dem der DEWB von beiden Parteien der Streit verkündet wurde, wurde die Klage mit Urteil vom 15. März 2018 wie erwartet abgewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Rechtliche Risiken aus Vertragsfehlern oder Schadenersatzforderungen gegen die DEWB sind darüber hinaus derzeit nicht bekannt.

Gesamtrisiko

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2018 war aus Sicht des Vorstands kein Risiko der Bestandsgefährdung des Unternehmens durch Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung erkennbar.

Chancen- und Risikomanagementsystem der DEWB

Um die bestehenden Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu nutzen oder zu begrenzen, hat die DEWB ein Risiko- und Chancenmanagementsystem auf den drei Ebenen: Beteiligung, Beteiligungsportfolio und Gesamtunternehmung implementiert.

Chancen- und Risikomanagement auf der Ebene der Beteiligung

Bereits die Akquisition einer Beteiligung ist mit risikomindernden Prozessen verbunden.

Gestaltung der Beteiligungsverträge. Grundsätzlich strebt die DEWB in den Beteiligungsverträgen einen Verwässerungsschutz für nachfolgende Finanzierungsrunden, einen Erlösvorzug des Kapitalgebers bei der Verteilung des Verkaufserlöses und performanceabhängige Anpassungen von Kaufpreisen an. Investitionssummen werden häufig in mehrere Tranchen unterteilt, deren Fälligkeit vom Erreichen bestimmter Unternehmensziele, sogenannten Meilensteinen, abhängt. Die Höhe einer Investition hängt von der Entwicklungsphase und dem Chance-Risikoprofil eines Beteiligungsunternehmens ab. In die mit höheren Risiken verbundenen früheren Phasen werden maximal drei Millionen Euro, bei Expansionsfinanzierungen in der Regel maximal sieben Millionen Euro je Engagement investiert.

Aktiver Managementansatz. Während der Betreuung soll der Wert der Beteiligungen durch aktive Unterstützung gesteigert und damit Fehlentwicklungen frühzeitig entgegengewirkt werden. Mit dem Investitionsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum besteht eine enge Verbindung und räumliche Nähe zu den Beteiligungen. Damit ist ein reibungsloser, schneller und flexibler Informationsaustausch gewährleistet, was insbesondere bei Beteiligungen in früheren Entwicklungsphasen einen entscheidenden Erfolgsfaktor darstellt.

Frühwarnsystem. Das Beteiligungscontrolling basiert auf zeitnahen monatlichen Berichten der Portfoliounternehmen. Durch die Einbeziehung qualitativer und nicht-finanzieller Kriterien in das Controlling verfügt die DEWB über ein Frühwarnsystem, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und ihnen entsprechend entgegenzuwirken. Auch entsprechende Chancen in der Unternehmensentwicklung können damit frühestmöglich identifiziert und genutzt werden.

Chancen- und Risikomanagement auf der Ebene des Beteiligungsportfolios

Technologische Chancen und Risiken. Die Unternehmen im Investitionsfokus der DEWB weisen ein großes Entwicklungspotenzial auf, sind jedoch auch mit technologischen Risiken und Marktrisiken behaftet. Der Misserfolg eines Geschäftsmodells kann für die DEWB einen Totalausfall der Investition bedeuten. Andererseits ist im Erfolgsfall mit einer wesentlichen Erhöhung des Wertes der Beteiligung zu rechnen.

Investition in späteren Unternehmensphasen. Die DEWB strebt im Portfolio einen hohen Anteil von Beteiligungen in späteren Phasen an. Geschäftsmodelle und Technologien, die in dieser Wachstumsphase eine Finanzierung benötigen, sind erprobt und weisen bereits erste Markterfolge nach. Investitionen in solche Unternehmen sind mit einem deutlich geringeren Risiko und einer geringeren notwendigen Betreuungsintensität verbunden als Frühphasenengagements.

Chancen- und Risikomanagement auf der Ebene der Gesamtunternehmung DEWB

Die DEWB verfolgt kontinuierlich die Branchenentwicklung und das Marktumfeld ihrer Beteiligungsunternehmen sowie technologische Entwicklungen innerhalb des Investitionsfokus. In regelmäßigen Strategierunden des Teams – auch unter Einbindung externer Fachleute – werden sich daraus ergebende Chancen und Risiken erörtert und konkrete Maßnahmen für das Beteiligungsgeschäft abgeleitet. Strategisches und operatives Controlling werden eingesetzt, um die Erreichung lang- und kurzfristiger Ziele der DEWB zu verfolgen. In zeitnah erstellten regelmäßigen Berichten und Prognosen wird die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt und analysiert. Damit ist das Unternehmen jederzeit in der Lage, auf aktuelle Entwicklungen und Risiken zu reagieren.

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

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Anhang 31. Dezember 2018
TEUR geprüft
31. Dezember 2017
TEUR geprüft
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4 4
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.1 4 4
II. Sachanlagen 8 12
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.1 8 12
III. Finanzanlagen 23.943 15.483
1. Beteiligungen des Anlagevermögens 23.444 14.200
2. Ausleihungen an Beteiligungen 470 1.250
3. Sonstige Ausleihungen 3.1 29 33
B. Umlaufvermögen
I. Investitionen des Beteiligungsgeschäfts 1.147 2
1. Forderungen gegen Beteiligungen 1.147 2
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4 914
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.2 0 833
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.2 4 81
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.192 5.242
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.2 8 3
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 8 3
27.306 21.660

Passiva

Anhang 31. Dezember 2018
TEUR geprüft
31. Dezember 2017
TEUR geprüft
A. Eigenkapital 11.022 10.269
I. Gezeichnetes Kapital 3.4 16.750 15.230
II. Kapitalrücklage 3.4 22.302 21.542
III. Bilanzgewinn (+) / Bilanzverlust (-) 3.4 -28.030 -26.503
B. Rückstellungen 923 923
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.5 833 762
2. Sonstige Rückstellungen 3.5 90 161
C. Verbindlichkeiten 15.361 10.468
1. Anleihen 3.6 11.290 10.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.6 4.008 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.6 51 21
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.6 12 447
27.306 21.660

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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01. Januar 2018 31. Dezember 2018
TEUR geprüft
01. Januar 2017 31. Dezember 2017
TEUR geprüft
1. Sonstige betriebliche Erträge 11.700 1.374
2. Personalaufwand -369 -338
a) Gehälter -316 -296
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -53 -42
3. Abschreibungen -5 -3
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5 -3
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.912 -363
5. Betriebsergebnis (EBIT) 4.414 670
6. Erträge aus Beteiligungen 102 0
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2 79
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens -5.179 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -866 -667
10. Finanzergebnis -5.941 -588
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.527 82
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 4
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.527 86
14. Verlustvortrag aus Vorjahren -26.503 -26.588
15. Bilanzverlust -28.030 -26.503

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (nachfolgend „DEWB“ oder „Gesellschaft“ genannt), mit Sitz in Jena und eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 208401, zum 31. Dezember 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Soweit für Jahresabschlüsse von Einzelgesellschaften anwendbar, wurden die Deutschen Rechnungslegungsstandards beachtet.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB als kleine Kapitalgesellschaft einzustufen. Folglich sind die für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Zweiten Abschnitts des Dritten Buches des Handelsgesetzbuchs (§§ 264 bis 335 HGB) anzuwenden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer für Software von bis zu drei Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren) angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 800€ nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, wurde abweichend von der Gliederung des § 266 Abs. 2 HGB im Umlaufvermögen der Posten „Investitionen des Beteiligungsgeschäfts“ in die Bilanz eingefügt. Soweit hierdurch gesetzliche Pflichtangaben unterlassen werden, erfolgen entsprechende Angaben im Anhang.

Als Investitionen des Beteiligungsgeschäfts werden Anteile an Mehr- und Minderheitsbeteiligungen, die zum Zwecke der kurzfristen Veräußerung gehalten werden sowie Finanzforderungen aus den Aktivitäten im Beteiligungsgeschäft mit Beteiligungen, die zum Zwecke der Veräußerung gehalten werden, ausgewiesen. Beteiligungen, die zum Zwecke des dauerhaften Haltens erworben wurden, werden im Anlagevermögen geführt. Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger angemessener Wertberichtigungen bewertet (Niederstwertprinzip).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zu Nennwerten ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen werden mit ihrem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden aufgrund der vertraglichen Versorgungsansprüche gebildet.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens. Danach wird die Rückstellung als Barwert der künftigen Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung des erwarteten Kostentrends bestimmt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus verwandt. Die vereinbarte Dynamisierung der Anwartschaften und Renten beträgt 2,5% und wurde in dieser Höhe bei der Rückstellungsberechnung berücksichtigt.

Für die Bestimmung des laufzeitadäquaten Rechnungszinses macht das Unternehmen von der Vereinfachungsregelung Gebrauch, wonach gemäß Satz 2 des § 253 Abs. 2 HGB bei den langfristigen Personalrückstellungen eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt werden darf.

Dieser Rechnungszins beläuft sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung nach den Verhältnissen vom Ende November 2018 auf 3,21% (nach 3,68% im Vorjahr).

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen und Wertpapieren des Beteiligungsgeschäfts im Umlaufvermögen sowie aus der Veräußerung von Beteiligungen des Anlagevermögens werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Entsprechende Verluste werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Abschreibungen auf Beteiligungen und Forderungen werden unter der Position Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens oder Abschreibungen auf Finanzanlagen und sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesen.

Zinserträge aus Forderungen im Beteiligungsgeschäft werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

3 Angaben zu Posten der Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2018 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die DEWB führt Beteiligungen an anderen Unternehmen sowohl im Anlagevermögen unter „Beteiligungen des Anlagevermögens“ als auch im Umlaufvermögen unter „Investitionen des Beteiligungsgeschäfts“. Zum 31. Dezember 2018 sind alle Beteiligungen im Anlagevermögen ausgewiesen.

Die börsengelisteten Beteiligungen NOXXON Pharma N.V. und Lloyd Fonds AG wurden im Geschäftsjahr 2018 als Sacheinlage in das einhundertprozentige Tochterunternehmen DEWB Effecten GmbH eingebracht.

3.2 Umlaufvermögen

Forderungen gegen Beteiligungen umfassen unter anderem Darlehens- und Zinsforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 907 (i.Vj.: T€ 0).

Die DEWB weist in der Berichtsperiode keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Im Vorjahr beinhalteten selbige ausschließlich Forderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 0 (i.Vj.: T€ 4).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Voraus gezahlte Dienstleistung in Höhe von T€ 8 (i.Vj.: T€ 3).

3.3 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der DEWB beträgt am 31. Dezember 2018 T€ 16.750 (i.Vj.: T€ 15.230) und ist in 16.750.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

Das Grundkapital wurde von den Aktionären vollständig eingezahlt und steht zur freien Verfügung des Vorstandes.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. August 2018 wurde mit satzungsändernder Wirkung der Vorstand ermächtigt, ein genehmigtes Kapital zu schaffen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 20. August 2023 um bis zu € 8.375.000 durch Ausgabe von bis zu 8.375.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann auch in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen („Genehmigtes Kapital 2018“).

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um € 7.575.000 eingeteilt in 7.575.000 auf den Inhaber lautende neue Stückaktien bedingt erhöht („Bedingtes Kapital 2018-I“). Darüber hinaus ist das Grundkapital der Gesellschaft um € 800.000 eingeteilt in 800.000 auf den Inhaber lautende neue Stückaktien bedingt erhöht („Bedingtes Kapital 2018-II“).

3.4 Entwicklung des Eigenkapitals

Die Entwicklung des Eigenkapitals stellt sich wie folgt dar:

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Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Andere Gewinnrücklage
TEUR
Bilanzgewinn/ -verlust
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Stand per 01. Januar 2017 15.230 21.542 -26.588 10.184
Jahresergebnis 86 86
Stand per 31. Dezember 2017 15.230 21.542 -26.503 10.269
Stand per 01. Januar 2018 15.230 21.542 -26.503 10.269
Jahresergebnis -1.527 -1.527
Ausgabe neuer Anteile 1.520 760 2.280
Stand per 31. Dezember 2018 16.750 22.302 -28.030 11.022

In der Kapitalrücklage sind T€ 18.215 (i.Vj.: T€ 17.455) enthalten, die aus der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag bzw. über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurden.

3.5 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31. Dezember 2018
TEUR
31. Dezember 2017
TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 833 762
Sonstige Rückstellungen 90 161
Summe 923 923

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31. Dezember 2018
TEUR
31. Dezember 2017
TEUR
Aufsichtsrat 20 89
Personalrückstellungen 9 11
Ausstehende Rechnungen 10 10
Übrige 51 51
Summe 90 161

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von T€ 78 zum 01. Januar 2010. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und so werden ab 2010 von diesem Betrag ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 5 zugeführt. Die Zuführung in der Gewinn- und Verlustrechnung wird unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von T€ 31 (zum 31. Dezember 2018) wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt.

Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte bis zum 31. Dezember 2015 mit dem damals gesetzlich vorgeschriebenen durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelte.

Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2018 wurde abweichend zur bisherigen Regelung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz durchgeführt, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt. Mit diesem Vorgehen werden die Regelungen des § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB (neue Fassung) umgesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen unter Nutzung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und unter Nutzung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt T€ 128.

3.6 Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.

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Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 31. Dezember 2018
TEUR
31. Dezember 2017
TEUR
Anleihen 0 11.290 11.290 10.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.008 0 4.008 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51 0 51 21
sonstige Verbindlichkeiten 12 0 12 447
4.071 11.290 15.361 10.468

Zum 1. Juli 2018 hat die DEWB eine Unternehmensanleihe im Nennbetrag von T€ 11.290 platziert. Seit dem 2. Juli 2018 notiert die Anleihe im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse (Open Market). Die Anleihe hat eine Laufzeit bis 1. Juli 2023 und ist eingeteilt in Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils € 1.000, die mit 4,0 Prozent auf den Nennbetrag verzinst werden. Der Gesamtnennbetrag der Anleihe kann durch Ausgabe weiterer Teilschuldverschreibungen bis auf T€ 15.000 ausgebaut werden.

Die am 7. April 2014 emittierte Anleihe mit einem Gesamtnennbetrag von T€ 10.000 wurde im 3. Quartal 2018 vorzeitig gekündigt und getilgt.

Zum 31. Dezember 2018 hat die DEWB eine dauerhaft eingerichtete Finanzierungslinie bei einem Kreditinstitut in Höhe von T€ 4.008 (i.Vj.: T€ 0) in Anspruch genommen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 8 (i.Vj.: T€ 10) enthalten.

4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Sonstige betriebliche Erträge

Zinserträge aus dem Beteiligungsgeschäft in Höhe von T€ 93 (i.Vj.: T€ 69) werden als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen, da diese Erträge fester Bestandteil des operativen Geschäfts sind. Daher ist der Ausweis im Betriebsergebnis sachgerechter als der Ausweis im Finanzergebnis. Des Weiteren wurde ein Ertrag in Höhe von T€ 11.580 mit der Einbringung der Beteiligung Lloyd Fonds AG in die DEWB Effecten GmbH realisiert.

4.2 Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind T€ 30 (i.Vj.: T€ 18) für Altersversorgung enthalten. Die Differenz zur Vorperiode resultiert insbesondere aus den versicherungsmathematischen Berechnungen für Pensionsrückstellungen.

4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Geschäftsjahr 2018 Aufwendungen für den laufenden Geschäftsbetrieb in Höhe von T€ 478 (i.Vj.: T€ 338) und Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Beteiligungen in Höhe von T€ 1.658. Zudem wurde mit der Einbringung der Beteiligung NOXXON Pharma AG in die DEWB Effecten GmbH ein Verlust in Höhe von T€ 4.733 realisiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten des Weiteren Aufwendungen aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 01. Januar 2010 in Höhe von T€ 5, welche sich aus der Änderung der Bewertung von Pensionsverpflichtungen zum 01. Januar 2010 ergeben. Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von T€ 78, der verteilt über fünfzehn Jahre den Pensionsrückstellungen in Höhe von jährlich T€ 5 zugeführt wird.

5 Sonstige Angaben

5.1 Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt wurden 2 (i.Vj. 2) Angestellte beschäftigt.

5.2 Organe der Gesellschaft

5.2.1 Vorstand

Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte die Geschäftsführung der DEWB durch den Vorstand:

– Bertram Köhler, Kaufmann, Jena

Der Vorstand hat außerdem Mandate in Aufsichtsräten und Kontrollgremien in den folgenden Unternehmen:

Bertram Köhler:

– LemnaTec GmbH (Mitglied des Beirats)

– Nanotron Technologies Ltd. (Mitglied des Board of Directors)

– NOXXON Pharma N.V. (stv. Aufsichtsratsvorsitzender)

5.2.2 Aufsichtsrat

Aufsichtsratsmitglieder des Geschäftsjahres waren

– Achim Plate, geschäftsführender Gesellschafter der SPSW Capital GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrats

– Rolf Ackermann, Vorstand der ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

– Henning Soltau, geschäftsführender Gesellschafter der SPSW Capital GmbH

Die Aufsichtsratsmitglieder haben außerdem Mandate in Aufsichtsräten und Kontrollgremien in den folgenden Unternehmen:

Achim Plate

– Lloyd Fonds AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

– mVISE AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Rolf Ackermann

– BTBS AG i.L. (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

– European Space Innovation AG i.L. (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

– Triplan AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Henning Soltau

– Lloyd Fonds AG (Mitglied des Aufsichtsrats)

– mVISE AG (Mitglied des Aufsichtsrats)

5.2.3 Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft ist gemäß § 285 Nr. 9 a HGB grundsätzlich dazu verpflichtet, die Gesamtbezüge des Vorstandes zu veröffentlichen.

Im Geschäftsjahr 2018 wird die Gesellschaft durch einen Vorstand geführt. Entsprechend der Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 264d HGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine nicht börsennotierte Gesellschaft, da diese nicht auf einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetz gehandelt wird. Folglich macht die Gesellschaft zum Schutze des Persönlichkeitsrechts des Vorstandes von der Möglichkeit Gebrauch, die Vorstandsbezüge nicht zu veröffentlichen. Im Vorjahr wurde ebenfalls von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Für frühere Vorstandsmitglieder bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 833 (i.Vj.: T€ 762). Die Erhöhung gegenüber der Vorperiode resultiert unter anderem aus dem einmaligen Effekt der Umstellung auf die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für ihre Tätigkeit eine feste jährliche Vergütung in Höhe von € 20.000 pro Mitglied zuzüglich gesetzlich geschuldeter Umsatzsteuer, die sich in Jahren, in denen der Jahresabschluss der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Aufsichtsratvergütung keinen Jahresüberschuss ausweist, um 50 % reduziert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats das Eineinhalbfache dieses Betrags. Für die Vergütung des Aufsichtsrates entstehen dem Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 Aufwendungen von insgesamt T€ 57. Für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von insgesamt T€ 107.

5.3 Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse der DEWB ergeben sich aus Bürgschaften in Höhe von T€ 650 (i. Vj.: T€ 400). Aus Unternehmensverkäufen bestehen branchenübliche Gewährleistungsverpflichtungen.

Da die Haftungsverhältnisse zu marktüblichen Bedingungen eingegangen wurden, besteht kein erhöhtes Risiko der Inanspruchnahme.

5.4 Finanzielle Verpflichtungen

Aus längerfristigen Miet-, Leasing- sowie Beratungsverträgen bestehen für die festen Vertragslaufzeiten finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 25 (i.Vj.: T€ 1). Nach Fälligkeiten setzen sich die finanziellenVerpflichtungen wie folgt zusammen:

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31. Dezember 2018
TEUR
31. Dezember 2017
TEUR
bis 1 Jahr 12 1
zwischen 1 und 5 Jahren 13 0
größer 5 Jahre 0 0
Summe 25 1

5.5 Honorar Jahresabschlussprüfung

Für die Prüfung des Jahresabschlusses nach dem Handelsgesetzbuch wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 30 (i.Vj.: T€ 29) gebildet. Sonstige Beratungsleistungen des Abschlussprüfers beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 0 (i.Vj.:T€ 0).

5.6 Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB befindet sich in der Anlage zum Anhang.

5.7 Mitgeteilte Beteiligungen (Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)

Die Gesellschaft ist gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG verpflichtet, das Bestehen einer Beteiligung, die nach § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 des AktG mitgeteilt worden ist, im Anhang zu veröffentlichen. Meldungen gemäß § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG hat das Unternehmen nicht erhalten.

 

Jena, den 29. März 2019

DEWB AG

Der Vorstand

Bertram Köhler

Anlagen zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018 (Anlage I zum Anhang)(Angaben in TEUR)

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Anschaffungs- und Herstellkosten
Vortrag 01. Januar 2018 Zugänge Abgänge Stand 31. Dezember 2018
Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 4 0 0 4
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4 0 0 4
8 0 0 8
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59 2 2 59
Finanzanlagen
Beteiligungen des Anlagevermögens 20.156 26.804 14.501 32.459
Ausleihungen an Beteiligungen 1.250 970 1.750 470
Sonstige Ausleihungen 33 100 104 29
21.439 27.874 16.355 32.958
21.506 27.876 16.357 33.025
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Abschreibungen
Vortrag 01. Januar 2018 Zugänge Abgänge Stand 31. Dezember 2018
Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 4 0 0 4
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0 0 0
4 0 0 4
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47 5 1 51
Finanzanlagen
Beteiligungen des Anlagevermögens 5.956 5.179 2.120 9.015
Ausleihungen an Beteiligungen 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
5.956 5.179 2.120 9.015
6.007 5.184 2.121 9.070
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Buchwerte
31. Dezember 2018 31. Dezember 2017
Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 0 0
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4 4
4 4
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8 12
Finanzanlagen
Beteiligungen des Anlagevermögens 23.444 14.200
Ausleihungen an Beteiligungen 470 1.250
Sonstige Ausleihungen 29 33
23.943 15.483
23.955 15.499

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 (Anlage II zum Anhang)

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil der DEWB AG
in %
Eigenkapital 31.12.2017
in TEUR
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 2017
in TEUR
Decimo GmbH, Berlin 22,9 233 -637
DEWB Effecten GmbH 100,0 k.A. k.A.
LemnaTec GmbH, Aachen 49,7 -3.542 -3.549
Lloyd Fonds AG, Hamburg * 28,6 18.554 1.360
MueTec Automatisierte Mikroskopie und Meßtechnik GmbH, München 92,0 6.028 601
Nanotron Technologies Ltd., London 20,7 k.A. k.A.
NOXXON Pharma N.V., Amsterdam * 3,3 -1.656 -5.496

*) Indirekte Beteiligung gehalten über die DEWB Effecten GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DEWB AG, Jena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der DEWB AG, Jena, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEWB AG, Jena, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

– entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

– vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

– identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

– gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

– beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

– ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

– beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

– beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

– führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 6. Mai 2019

MORISON Köln AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christoph Hillebrand, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich eingehend mit der Lage des Unternehmens sowie dessen finanzieller und strategischer Positionierung sowie den Portfoliogesellschaften befasst.

Regelmäßig und umfassend informiert

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 13 Sitzungen abgehalten. Vier davon fanden als Präsenzsitzungen, neun als telefonische Aufsichtsratssitzungen statt. Innerhalb der Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft unterrichtet. Ergänzend wurde der Aufsichtsratsvorsitzende zwischen den Sitzungen regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung und über Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert. Gegenstand der Beratungen waren regelmäßig die Entwicklung der Beteiligungen und die Geschäftsentscheidungen, die einem Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats unterlagen, insbesondere die Investitionen in das Beteiligungsportfolio.

Strategische Neuausrichtung im Fokus

Schwerpunkt der Aufsichtsratsarbeit des ersten Halbjahres war die in 2017 gemeinsam mit dem Vorstand begonnene Ausarbeitung eines Konzepts zur strategischen Neuausrichtung der DEWB, die in mehreren Sitzungen ausführlich diskutiert und weiterentwickelt wurde. Die Umsetzung wurde in der Sitzung am 1. März 2018 von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen und in den folgenden Monaten durch den Aufsichtsrat beratend begleitet. Erster wesentlicher Schritt war dabei die Akquisition der neuen Kernbeteiligung an der Lloyd Fonds AG, die im Rahmen der Beteiligungsprüfung mit dem Vorstand detailliert erörtert wurde. Weitere Themen waren die langfristige Finanzierung der Gesellschaft mit der im Mai 2018 durchgeführten zehnprozentigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre, die vorzeitige Refinanzierung der Unternehmensanleihe 2014/2019 im Juni 2018 sowie der Aufbau einer Finanzierungsfacilität bei einem Kreditinstitut zur zusätzlichen Liquiditätssicherung.

Interessenkonflikte zur Gesellschaft bestanden bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats zu keiner Zeit.

Jahresabschluss uneingeschränkt bestätigt

Der vom Vorstand am 29. März 2019 aufgestellte Jahresabschluss samt Lagebericht per 31. Dezember 2018 wurde von der MORISON Köln AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Auf Anregung des Aufsichtsrats erfolgte im nunmehr bereits zehnten Jahr der Jahresabschlussprüfung durch die MORISON Köln AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft ein prüfungsgesellschafsinterner Wechsel des verantwortlichen Wirtschaftsprüfers.

Der Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrats übersandt und in der Sitzung am 15. Mai 2019 ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer hat in dieser Sitzung dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und die Fragen des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Die eigenständige Prüfung des Jahresabschlusses mit dem Lagebericht durch den Aufsichtsrat anhand des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers hat keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung nahm der Aufsichtsrat den Abschluss und die Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG zum 31. Dezember 2018 wurde deshalb vom Aufsichtsrat mit Beschluss vom 15. Mai 2019 gebilligt und ist somit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben und das Prüfungshonorar dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt. Im Geschäftsjahr wurden durch den Abschlussprüfer neben der Jahresabschlussprüfung keine weiteren Leistungen an die Gesellschaft erbracht.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für deren Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr und den Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Hamburg, im Mai 2019

Achim Plate, Vorsitzender des Aufsichtsrats