Staatshilfen für die Lufthansa?

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Wie der Konzern am gestrigen Donnerstag mitteilte, ist der Umsatz des Unternehmens im ersten Quartal des Jahres um 18 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesunken. Der Grund sind die coronabedingten Maßnahmen, die zu massiven Stornierungen geführt haben. Der operative Verlust summierte sich dadurch auf 1,2 Milliarden Euro.

Derzeit kann das Unternehmen natürlich keine Aussagen über den weiteren Verlauf machen und wann der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Aktuell geht Lufthansa für das zweite Quartal von einem noch „erheblich höheren operativen Verlust als im ersten Quartal“ aus.

Zur Zeit verfüge die Gruppe zwar noch über eine Liquidität in Höhe von rund 4,4 Milliarden Euro, geht aber davon aus, dass diese in den nächsten Wochen unter anderem wegen Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe deutlich zurückgehen wird.

Um den weiteren zu erwartenden Kapitalbedarf decken zu können, befinde sich der Konzern momentan in Verhandlungen mit den Regierungen der Heimatländer der einzelnen Konzernairlines, Deutschland, Schweiz, Österreich und Belgien.

Aus dem Ausland sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bis zu 1,5 Milliarden Euro kommen. Der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF soll drei bis vier Milliarden zusteuern und die KfW-Förderbank über staatlich abgesicherte Kredite weitere fünf Milliarden zusteuern, heißt es. Insgesamt sollen so neun bis zehn Milliarden Euro zusammenkommen.