Wie steht es um das Group Controlling in der Schweiz?

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Erste Schweizer Studie im Group Controlling

Wie steht es um das Group Controlling in der Schweiz?

Kaum eine Funktion im Finanzbereich hat sich in den letzten Jahren so stark gewandelt wie das Group Controlling. Die steigenden Anforderungen ergeben sich aus vielerlei Gründen: Die neuen und oft auch immer detaillierteren Rechnungslegungsvorschriften halten Group Controller regelmässig auf Trab. Die Digitalisierung bringt zwar viele Erleichterungen, aber auch einiges an Implementierungsaufwand und damit verbunden immer wieder neue Herausforderungen. Und zu guter Letzt verlangen Investoren und auch Gläubiger häufigere und schnellere Berichterstattungen bzw. Informationen.

Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ in enger Zusammenarbeit mit der Talentia Switzerland AG die gegenwärtigen Trends und die Stimmung aus dem Bereich des Group Controllings und des Konzernrechnungswesen erhoben. Dazu wurde Ende 2021 eine Online-Umfrage durchgeführt. Die Umfrage beansprucht keine Repräsentativität für die Grundgesamtheit der Schweizer Konzerne. Trotzdem kann aufgrund der Zielgenauigkeit der Teilnehmer eine hohe Aussagekraft der Antworten angenommen werden.

Insgesamt sind die Antworten relativ breit gestreut. Eine wichtige Ausnahme ist die Bedeutung des Group Controllings, bei denen sich die Antwortenden weitgehend einig sind: Hier fällt die grundsätzlich hohe Bedeutung des Group Controllings in den befragten Unternehmen auf. Diese lässt sich an der (mehrheitlich) hohen organisatorischen Einordung der Abteilung Group Controlling erkennen. Ein weiterer Hinweis auf den Stellenwert dieser Funktion ist die Ressourcenausstattung der jeweiligen Abteilungen. Deutlich mehr als 80% der befragten Personen haben angegeben, dass die Ausstattung ihrer Abteilung mit Personal und Sachmitteln angemessen oder gar komfortabel ist. Ähnliches gilt für die Budgetentwicklung bzw. zur Einschätzung wie sich das Ansehen des Group Controlling zukünftig entwickeln wird. Grosse Unterschiede gibt es hingegen bei den Gehältern der Mitarbeiter im Konzerncontrolling. Aufgrund der Heterogenität der Studienteilnehmer hinsichtlich Unternehmensgrösse und Geschäftsmodell ist dies auch nicht verwunderlich. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer verdient zwischen CHF 120’000 und 180’000. 13% der Befragten haben keine Angabe über ihr Gehalt gemacht; offenbar sprechen einige Group Controller nicht gerne über ihr Salär.

Bei den Fragen zu Methoden und Techniken der Konsolidierung stellte sich heraus, dass einerseits sehr viele Unternehmen (85 %) für die Erstellung ihrer Konzernrechnung eine Konsolidierungssoftware einsetzen und andererseits immer noch 9 % der Studienteilnehmer quasi von Hand bzw. mit Excel konsolidieren. Bei Letzteren dürfte folglich noch Verbesserungspotenzial hinsichtlich Effizienz und Systemkontrollen bestehen. Ungefähr die Hälfte (49 %) der antwortenden Unternehmen braucht lediglich zwischen 1 und 10 Arbeitstagen, bis der konsolidierte Jahresabschluss steht. Weitere 27 % der Unternehmen schaffen dies immerhin innerhalb einer Frist von bis zu 20 Arbeitstagen. Damit zeigt sich, dass drei Viertel der Studienteilnehmer recht schnell bei der Erstellung ihrer Konzernrechnung sind und sich nach Erledigung dieser wichtigen (Routine-)Arbeit wieder anderen Aufgaben widmen können. Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen (68 %) erstellt denn auch monatlich eine Konzernrechnung. Weitere 18 % der Unternehmen präsentieren mindestens quartalsweise ihren Konzernabschluss. Das verdeutlicht zum einen die Wichtigkeit des Konzernabschlusses als Führungsinstrument für Unternehmen, zum anderen aber auch, dass der Aufwand für die Erstellung des Abschlusses für viele Unternehmen heutzutage nicht mehr allzu gross sein dürfte. Auffällig ist auch der Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Berichterstattung und der gewählten Rechnungslegungsnorm (Local GAAP vs. Group GAAP-Werte) im Accounting-System: Von den Unternehmen, die monatlich einen Konzernabschluss erstellen, haben sich ungefähr drei Viertel für den Ansatz Group GAAP im Accounting-System entschieden. Dieses Setting ist gut nachvollziehbar, denn eine monatliche Überführung von Local GAAP zu Group GAAP ist sehr aufwendig und entsprechend ineffizient.

Bei der Frage nach den Revisionskosten zur Prüfung der Konzernrechnung ergab sich im Durchschnitt eine Prüfungsgebühr von rund CHF 255’000. Der Median der Angaben liegt bei rund CHF 118’000. Diese Kosten variieren allerdings stark, je nachdem wie komplex der zu prüfende Konzern aufgebaut ist.

Jetzt die vollständige Studie downloaden: https://info.talentia-software.com/de/studie-group-controlling

Über die Partner:
Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, Rotkreuz
Das IFZ bringt seit 1997 für den Finanzsektor und für Finanzfachleute in Unternehmen aller Industrien Mehrwert durch anwendungsorientierte Forschung, Beratung und Weiterbildung. Das IFZ ist Teil der Hochschule Luzern, Department Wirtschaft.

Das IFZ ist in den folgenden Kompetenzzentren tätig:
-Finanzdienstleistungen
-Investments
-Risk Management
-Corporate Finance
-Controlling & Accounting
-Immobilien

Addedo AG, Zug
Die Addedo AG hat sich seit Ihrer Gründung im Jahre 2006 auf die Themen des Office of Finance spezialisiert. Die Themen umfassen u.a. die gesetzliche Konsolidierung, konzerninterne Abstimmungsprozesse, Managementberichterstattung, Planung und Budgetierung. Mit umfassendem Know-how und mit gelebter Kundennähe, konnte die Addedo AG allein in der Schweiz rund 160 Konzerne als Kunden gewinnen. Seit 2018 gehört die Addedo AG zur Talentia Software Gruppe.
Weitere Informationen: www.addedo.ch

Talentia Software, Zug
Die Talentia Software Gruppe hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von CPM (Corporate Performance Management), Accounting und HCM (Human Capital Management) Software spezialisiert. Mit mehr als weltweit 3″600 Kunden und Tochterunternehmen in 9 Ländern ist Talentia eines der führenden Unternehmen in diesen Bereichen. Nach ursprünglichem Fokus auf Südeuropa ist die Gruppe nun auch im DACH-Raum erfolgreich tätig.
Weitere Informationen: www.talentia-software.com

Die Talentia Software Gruppe hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von CPM (Corporate Performance Management), Accounting und HCM (Human Capital Management) Software spezialisiert. Mit mehr als weltweit 3″600 Kunden und Tochterunternehmen in 9 Ländern ist Talentia eines der führenden Unternehmen in diesen Bereichen. Nach ursprünglichem Fokus auf Südeuropa ist die Gruppe nun auch im DACH-Raum erfolgreich tätig.

Kontakt
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https://info.talentia-software.com/de/studie-group-controlling