Quartalszahlen in der Mobilitätsbranche

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Es ist die Zeit der Quartalsbilanzen. Auf dem deutschen und europäischen Markt machen sich dabei die Auswirkungen der Corona-Pandemie unter anderem in der Mobilitätsbranche stark bemerkbar.

So ist der Fahrzeugabsatz der Autobauer erheblich eingebrochen. Der Volkswagen-Konzern meldete einen Rückgang des Reingewinns im ersten Quartal des Jahres im Vergleich mit dem Vorjahr um 83 Prozent auf 517 Millionen Euro. Auch Daimler konnte das Quartal trotzdem positiv abschließen, wenn auch ebenfalls mit einem Rückgang um fast 80 Prozent auf 617 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Vermutlich durch die erwarteten Staatshilfen steigen beide Aktienkurse seit Tagen wieder an.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus fuhr aufgrund der Unterbrechungen bei der Flugzeug-Auslieferung einen Verlust von 481 Millionen Euro ein. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) fiel um knapp die Hälfte auf 281 Millionen Euro, wobei Analysten im laufenden Geschäft sogar einen noch stärkeren Einbruch erwartet hatten. Dies und die noch schlechteren Nachrichten bei dem größten Konkurrenten Boeing sorgen für einen Anstieg der Aktie um rund 20% innerhalb von zwei Tagen auf 61,68 Euro.

Mit der Einstellung der Tätigkeit von Flixbus ist die Fernbusbeförderung in Deutschland zum Erliegen gekommen. Auch die Deutsche Bahn verzeichnet einen Rückgang der Fahrgäste um etwa 85 bis 90 Prozent des Normalniveaus und die Lufthansa befördert pro Tag nur 3000 Fluggäste statt der sonst üblichen 350.000. Das Unternehmen prüft derzeit die daraus resultierenden Optionen. Geht es in Eigeninsolvenz im Schutzschirmverfahren oder akzeptiert es Staatshilfen mit der Auflage, dass die Regierung mitentscheiden kann? Der Kurs der Aktie, die vor einer Woche ihr Tief erreichte, steigt seitdem langsam wieder an.