Tips für Anleger

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Warnung vor unrealistisch hohen Renditeversprechen: Die versprochenen, meist gar nie (oder höchstens zu Beginn) ausbezahlten Renditen von unerlaubt tätigen Anbietern liegen häufig deutlich über den Vergleichswerten bewilligter und damit überwachter Anbieter.

In einem Umfeld, in dem herkömmliche Anlagen wie Sparkonten, Staatsanleihen oder auch Aktien und Fonds nur schwache Erträge abwerfen, kann dies für Anleger verlockend sein. Da besteht die Gefahr, dass sie in die Falle der betrügerischen Anbieter tappen.

Sorgfältige Analyse der Anbieter und Angebote: Anleger sollten ihre Investitionsentscheide sorgfältig treffen. Anbieter und Angebote sowie die damit verbundenen Risiken sind vor einem konkreten Investitionsentscheid gut zu analysieren.

Zehn Hinweise, die dazu beitragen sollen zu verhindern, dass Anleger bei ihren Investitionsentscheiden irrtümlicherweise illegalen und betrügerischen Anbietern und Angeboten erliegen:

  • Nehmen Sie sich Zeit, um über Geldanlagen und Investitionen zu
    entscheiden. Lassen Sie sich nie unter Druck setzen.
  • Diversifizieren Sie in jedem Fall Ihre Anlagen, setzen Sie nicht alles auf eine Karte.
  • Treffen Sie vor einer Geldanlage eigene Abklärungen über Anbieter und Produkte. Lassen Sie sich nicht von Hochglanzprospekten oder geschicktem Telefonmarketing blenden.
  • Recherchieren Sie über Google oder andere Suchmaschinen Informationen über die Anbieter und Produkte. Sie handeln auf eigenes Risiko, informieren Sie sich also über Ihre Vertragspartner.
  • Überprüfen Sie, ob die Anbieter über eine Bewilligung der BAFIN verfügen www.bafin.de .
  • Überprüfen Sie auch, ob die Anbieter in der BAFIN Warnliste oder im IOSCO Investor Alerts Portal (www.iosco.org/investor_protection/?subsection=investor_alerts_portal) aufgeführt sind. Falls ja, rät Ihnen die BAFIN zu grösster Vorsicht und Zurückhaltung.
  • Überprüfen Sie den Handelsregisterauszug von Schweizer Anbietern unter www.unternehmensregister.de. Häufige Veränderungen des Firmennamens, der Adresse oder der Zeichnungsberechtigten sollten Sie misstrauisch machen.
  • Bei Anbietern oder Angeboten aus dem Ausland überlegen Sie sich stets, an wen Sie sich bei Problemen wenden können: Wie (gegen wen, wo und zu welchen Kosten) könnten Sie einen allfälligen Anspruch geltend machen?
  • Nutzen Sie auch die entsprechenden Internetforen und Verbraucherschutzseiten. Hinweise von verunsicherten oder bereits geschädigten Anlegern sind ein Warnzeichen.
  • Vergleichen Sie die Produkte, Renditen und Kosten mit anderen Anbietern. Sollten diese deutlich besser sein als jene von (durch die BAFIN) bewilligten Instituten, ist Vorsicht angezeigt.
  • Innovative Technologien und Produkte (beispielsweise virtuelle Währungen) bergen neben dem Reiz des Neuen auch Risiken. Nur in wenigen Fällen gelingt tatsächlich der grosse Durchbruch. Informieren Sie sich ausreichend und investieren Sie nur, wenn Sie das Investitionsangebot verstanden haben.
  • Vergegenwärtigen Sie sich immer die Grundregel des Anlegens: Hohe Renditen sind immer mit hohen Verlustrisiken verbunden. Verlustrisiken sind oft sehr viel realer als Renditechancen.