Immobilienpreise werden sinken

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Diese Meinung vertreten derzeit Branchenexperten wie das Analysehaus empirica. Jahrelang kannten die Immobilienpreise in vielen Regionen Deutschlands nur eine Richtung: steil nach oben. Dies führte zu Preisen für eine Wohnimmobilie, die beispielsweise in München bei der 60fachen Jahresmiete lagen!

Aber auch in 2b-Lagen waren Immobilien attraktiv und es wurden Preise gezahlt, die aus immobilienwirtschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar waren. In Zeiten von niedrigen Zinsen verbanden viele damit die Hoffnung auf eine gute Rendite oder eine Altersvorsorge. Die Zinsen wiederum ermöglichte auch eine Finanzierung, die man sonst eventuell nicht erhalten hätte.

So mancher dieser Immobilienerwerber muss aber nun corona-bedingt in Kurzarbeit oder verliert möglicherweise sogar seine Arbeit. Kann er dann die fälligen Raten bei der Bank nicht mehr bedienen, muss er die Immobilie verkaufen und eventuell einen großen Verlust hinnehmen.

Denn je mehr Immobilien auf den Markt kommen, desto größer wird auch der Preisdruck auf die angebotenen Immobilien. Bis zu 25% schätzen Fachleute könnten die Immobilienpreise dann in den nächsten Monaten nach unten gehen.

Bereits jetzt, so hört man, haben insbesondere Vermieter im Gewerbebereich abgesehen vom Lebensmittelbereich erhebliche Probleme, neue Mietverträge abzuschließen. Und diejenigen, die feste Verträge haben, erhalten aktuell teilweise keine Einnahmen mehr von ihren Mietern.

Auch hier könnte dadurch der Druck steigen, sich von einer Immobilie ohne Perspektive zu trennen. Insbesondere Sekundärstandorte könnten davon betroffen sein. Auch die Anleger, die Gelder in solche immobilienwirtschaftliche Konzepte investiert haben, könnten dann mit Verlusten aus diesem Geschäft herausgehen.