MIG Fonds und BioNTech – Wie geht es nun weiter?

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Der Start des MIG Fonds 16 begann quasi mit einem Paukenschlag. Der Aktienkurs des Unternehmens BioNTech explodierte nahezu, was den beteiligten MIG Fonds 7, 8, 9 und 16 natürlich auch Auftrieb verschaffte. Das war natürlich „Balsam auf die geschundene Seele“ von Dr. Mathias Hallweger, angesichts der Kritik, die die MIG Fonds in den letzten Jahren beziehungsweise Monaten einstecken mussten.

Von 26 Euro am 12. März stieg der Kurs innerhalb von rund einer Woche auf über 85 Euro! Geschuldet war dies den Hoffnungen, die sich die Anleger aus der Kooperation mit dem amerikanischen Pharmakonzern Pfizer machten, die gemeinsam an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus arbeiten. Doch dann kam der Absturz! Innerhalb von zwei Tagen fiel der Kurs um mehr als die Hälfte!

Was war passiert? Nun, dieser rasante Anstieg verlockte natürlich zu einem schnellen Verkauf und sorgte daher für ein plötzliches Überangebot an Aktien. Seitdem ist der Kurs sogar noch weiter gesunken, liegt aber langfristig gesehen immer noch im Plus.

Für die MIG Fonds wäre ein Verkauf während des Hochs natürlich am besten gewesen, aber erst seit dem 7. April kann man die Aktien des Unternehmens verkaufen. Doch ist es jetzt noch sinnvoll? Das lässt sich natürlich schwer vorhersagen. Aktuell ist der Trend recht eindeutig und zeigt abwärts.

Sollte aber natürlich die Kooperation zu einem Erfolg führen, ist davon auszugehen, dass der Kurs wieder extrem ansteigt. Allerdings kämpfen noch weitere Institutionen um die Vorherrschaft in der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes, was zu einem weiteren Kursverlust bei BioNTech führen könnte.

Damit hat aber die von Herrn Hallweger dargestellte Erfolgsgeschichte des Unternehmens BioNTech einen „Knacks“ bekommen. Aus unserer Sicht sollten Sie hierüber auch Ihre Anleger informieren, die nun schon mit dem großen Geld gerechnet haben.

Wir sind natürlich auch gespannt, wie man sich innerhalb der MIG Fonds zum Verkauf der Aktien positioniert. Auch hier wäre eine transparente Kommunikation mit den investierten Anlegern zu empfehlen, am besten sogar eine Einbindung dieser in den Entscheidungsprozess.

Dies führt zu einer generellen Kritik, die wir an Herrn Dr. Hallweger und dem MIG Fonds 16 haben, der situationsaktuellen Information der Anleger. Dabei interessiert doch den Anleger, ob die prognostizierten Vorgaben laut Prospekt noch erreichbar sind oder ob möglicherweise die Kosten aus dem Ruder laufen könnten, weil nicht genügend Geld eingenommen wird?

Transparenz heißt hier das Zauberwort.